Klein-Kinski #002: Beim Kinderarzt

Julia Tripke von Cuddly Creatures hat uns mal wieder einen Klein-Kinski gezaubert. Großartig. Vielen lieben Dank Julia!

nischenkulturindamix001: Mark N. Klamotte

Ich bin sehr stolz darauf, dass wir unseren ersten DJ für Nischenkultur gewinnen konnten für uns einen exklusiven Mix anzufertigen. Umso stolzer bin ich, dass wir Mark N. Klamotte vom Karlsruher Klick Klack Klub DJ Duo als ersten begeistern konnte, das für uns zu tun.

YAY!

Also, sehr verehrte Freunde der gepflegten elektronischen Tanzunterhaltung, freut euch auf einen nahezu 60 Minuten großen Soundteppich, liebevoll und fingerfertig zusammengewebt aus Fasern des Electronic, UK Funky und House:

Seefahrergeschichten – Podcast mit Geschichten zu hoher See (1964-1966)

Ein neues Podcastprojekt der Nischenkultur ist soeben online gegangen:

Dabei geht es um folgendes:

Als 19-Jähriger Jungspund verlässt Holger Breitenbach im Jahre 1964 unter schwerem Fernweh sein kleines Dorf Partenstein um das große Abenteuer auf hoher See zu erleben. Er bereist exotische Länder, überquert mehrmals den Äquator und lebt für 2 Jahre das Leben eines echten Seemanns. Fast 50 Jahre später teilt er nun seine Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Internet.

In der ersten Folge geht es um die spektakuläre Äquatortaufe, ein aufwendiger Mummenschanz und Initiationsritus auf See, bei dem die Täuflinge auf übelste traktiert werden um dann im engsten Kreise von Poseidon aufgenommen zu werden.

Wie bei jedem wachsenden Amateurprojekt ist das ein kreativer Prozess, in dem dann aber doch sehr viel Liebe drin steckt. Ich denke dieser Podcast wird in Zukunft ganz sicher seine kleine Nische finden und besetzen. Danke an Holger für seine Geschichten, die er so auch für seine Enkel, Urenkel usw. aufgezeichnet hat.

Ahler Kram – hören wie alte Gegenstände denken

Das ist nur so eine kleine Idee, die ich mit meinem Schwiegervater, der sich gerade für sein Dorfmuseum “Ahle Kram” engagiert, gerade aushecke. Unsere Idee ist es, das Museum digital zum Leben zu erwecken, so dass es Spaß macht sich mit den Dingen darin zu beschäftigen. Unser Plan lautet also: Wir inszenieren einzelne Gegenstände im Museum, die Geschichten über sich und ihre Besitzer erzählen. Gelöst in der ersten Stufe mit einfachen Webwerkzeugen (iPhone, Instagram, Soundcloud)

Das ist nur ein erster Prototyp um Holger (mein erwähnter Schwiegervater) mal zu zeigen, wie das am Ende aussehen könnte und was mir da so vorschwebt. Also wen es hier nicht interessiert, einfach ignorieren. Wer Bock hat irgendwie mitzumachen (suchen gute Sprecher und Geschichtenerzähler), einfach melden.

Klein-Kinski #001: Die stade Zeit

Wir sind sehr stolz darauf hier “mehr Kinski” liefern zu können. Julia Tripke von Cuddly Creatures war so genial und hat für uns ganz exklusiv den kleinen Kinski zum Leben erweckt.

Artwork: Julia Tripke von cuddly-creatures.com - exklusiv für nischenkultur.net

Ich hoffe euch gefällt es und daraus entsteht am Ende eine großartige Serie. Ich finds einfach nur geil! Danke Julia!

Julia Tripke: Trösterchen – Tiersärge und -urnen für das verstorbene, geliebte Haustier

Den Tod schieben wir in unserer Gesellschaft ganz gerne mal zur Seite, dabei ist das ein Thema, was nun wirklich jedes Lebewesen betrifft, mittel- oder unmittelbar. Dass der Mensch zu Tieren eine innige Beziehung eingeht, egal ob als Partner-/Kinderersatz oder als liebgewonnener Spielgefährte, dürfte wohl auch nichts wirklich neues sein. Was aber tun, wenn das geliebte Haustier einmal stirbt? Wie kann man gebührend Abschied nehmen und das Thema Tod mit Hilfe eines Rituals emotional in das Weiterleben integrieren?

Die Designerin Julia Tripke bietet da ein Angebot im Netz, was auf den ersten Blick sicherlich sehr “nischig” wirkt, aber dennoch ein großes Bedürfnis zu befriedigen scheint. Julia fertigt nämlich kleine “Trösterchen” an:

Das sind liebevoll gestaltete Tiersärge und -urnen, die dem Herrchen oder Frauchen eine entsprechende Zeremonie ermöglichen, also ein kulturelles Ritual um Abschied zu nehmen und dem Leben der Toten zu gedenken. Warum also nicht auch bei den Familienmitgliedern “Haustiere”?

Wer das jetzt für geschmacklos hält, der versteht nicht was hinter diesem Ritual und der Beziehung zu Tieren steckt. Eine Urne ist ein ewiges Erinnerungsstück, ein Sarg vermittelt einem das Gefühl dem Toten gebührend in die letzte Ruhe zu führen. Diese Rituale können extrem wichtig sein um mit dem Thema Trauer und Tod umzugehen und ich denke gerade der Tod des geliebten Haustiers ist auch ein Ereignis, bei dem Kinder das erste Mal in Berührung mit dem Tod kommen. Daher sind die “Trösterchen” für mich persönliche eine wundervolle Idee, um mit dem Tod von geliebten Wesen ritualisiert umzugehen. Das mag für einige verrückt klingen, aber ist dennoch ein vorhandenes Bedürfnis. Es geht hier um Emotion und nicht um Ratio!

Übrigens gaben die Deutschen Bürger im Jahr 2010 für Haustiere ca. 3,7 Mrd. Euro aus, nur um mal zu verstehen, worum es da geht. Ich weiß, völlig bigott und absurd angesichts der Tatsache, dass wir das Nutzvieh zum Teil “wie Sau” behandeln. Aber auch der Mensch ist eben ein seltsames Tier.

Sascha “Szerk” May: Die Nischenkultur Visitenkrake

Sensationell!

Szerk hat uns seine 230. Daily Visitenkarte gewidmet und uns somit endlich mal ein gebührendes gestalterisches Antlitz verliehen. Ich freu mich wie ein Schneekönig und bin gleich so frei das darauf gestaltete Logo gleich mal hier dauerhaft zu übernehmen. Übrigens passt die Kreativkrake mit ihren vielen helfenden Tentakeln extrem gut zu uns. Sehr schön! Super Arbeit.

Herzlichen Dank an Szerk und liebe Grüße an den Rest der Artillery!

Nischenkultur Instagram-Aktion “Weihnachtswahn”

Nischenkultur startet die erste Kreativkollektiv-Instagram-Aktion und bespielt für euch die restlichen Tage bis Jahresende den Account “Weihnachtswahn” (also bitte entsprechend auch auf Instagram folgen), also eine Fotoreihe rund um unseren weihnachtlichen Wahnsinn, die wir hier und auch in der Seitenleiste entsprechend einblenden:

Für diese Aktion sind derzeit fotografisch im Einsatz (in unalphabetischer Reihenfolge):

Anna-Lena König (Leidenschaftliche Fotografin und Instagrammerin der ersten Stunde, unter “blog_bleistift“)

Solveig Schwarz Mitgründerin von Nischenkultur und dessen kreatives, suchendes Auge.

Marcus John Henry Brown, Enfant Terrible des Internets und Macher der großartigen Instagram-Fotoserie “A year with Otto”. Hier sein Instagram-Profil.

Breitenbach, ebenfalls leidenschaftlicher Instagrammer und Hobbyknipse.

Ragnar Heil (hat sich spontan zugeschaltet aus G+) und ist ebenfalls leidenschaftlicher Instagrammer.

Gerne können sich noch weitere begabte Instagram-Wahnsinnsfotografen bei uns melden. Ihr bekommt dann die entsprechenden Zugangsdaten und werdet in das Projekt mit eingespeis oder schickt uns einfach einzelne Fotos, die wir natürlich auch dort entsprechend reinschmeissen können.

Viel Spass!

Michael Bauer (@kurzdielyrik): Weblog des Weihnachtsmannes 3.10.

Eine kleine, schnelle und dreckige Nischenkulturproduktion extra zu Nikolaus. Wahrscheinlich “Not safe for work!” Breitenbach liest einen satirischen Text von Mikel Bower aus seinem elektronischen Buch “Dezemberliebe”. Herzlichen Dank, dass wir das so umsetzen durften.

Mehr elektronische Bücher und Lyrik von “Mikel Bower” alias Michael Bauer findet ihr hier. Übrigens entstand das neuste Werk “Delta” gemeinsam über Twitter mit der Autorin Yvonne Mich.

“Mikel Bower” twittert unter @kurzdielyrik, Yvonne Mich unter @beingmenow

Gelesen: “Dat Schönste am Wein is dat Pilsken danach” von Konrad Lischka (@klischka) und Frank Patalong

Ich bin in einem Ausläufer des Ruhgebiets aufgewachsen, in einer kleinen Arbeiterstadt namens Werdohl im Sauerland, stark geprägt von der örtlichen stahlverarbeitenden Industrie, maßgeblich entstanden durch die lokale Förderung von Eisenerz und den Bau der Eisenbahn-Ruhr-Sieg-Strecke, mit der man besonders einfach und günstig Kohle aus dem Ruhrgebiet anliefern konnte. Etliche Konzerne wie Krupp und Thyssen hatten stahlverarbeitende Tochterunternehmen in der Stadt und somit war auch das Bild von Werdohl – ähnlich wie die des Ruhrgebiets – stark geprägt von Gastarbeiterkolonien und einem eher – nun ja – arbeiterkulturellem Ambiente. Sprachlich rutschten natürlich auch Teile des Ruhrpotts bei uns rein, und damit meine ich nicht nur den Dialekt. Und somit sind mir die zitierten Ruhrpottanekdoten in “Dat schönste am Wein is dat Pilsken danach
” von Konrad Lischka und Frank Patalong natürlich nicht wirklich fremd, ganz im Gegenteil. Es fühlt sich auch für mich schaurig heimelig an. Schaurig deshalb, weil die Kultur des Ruhrgebiets (und auch meiner Geburtsstadt) so immens geprägt ist von der kurzfristig angelegten Stahl- und Kohleindustrie, den darin lebenden Menschen und deren geltenden Regeln und Ritualen. Traurige, stinkende Industrielandschaften und doch ganz viele einfache Menschen mit einem weichen Herzen am rechten – äh Verzeihung – linken Fleck.

Doch “die wunderbare Welt des Ruhrpotts” – so der Untertitel des Buches der beiden Spiegel Online Redakteure – gespickt voller amüsanter aber auch tieftrauriger Geschichten, ist nicht nur für solche Menschen interessant, die dort oder in der Nähe aufwuchsen und noch heute leben. Dieses Buch ist eine angenehm kurzweilige und unterhaltsame Art die Kultur des Ruhrgebiets, die sich maßgeblich von der Kultur der Bayern, Berliner oder sonstigen regionalen Gebiete in Deutschland unterscheidet, kennen und verstehen zu lernen. Warum ist der “Ruhrer” so wie er ist? Nun, das Buch ist sicherlich kein historisch anspruchsvolles Meisterwerk und auch die Strukturierung (sofern wirklich vorhanden) weist einige unergründliche Mängel aus, aber das machen Leidenschaft, Ehrlichkeit und das Herzblut der beiden Autoren, welches sich deutlich in den lokalkolorierten Geschichten mit angenehmer Distanz wiederspiegelt, “dicke wieda wett”.

Müsste man die Intention des Buches in einem Wort beschreiben, so würde man wohl den Begriff “Heimweh” wählen. Einer der Autoren, Frank Patalong, beschreibt das trefflich in einer Passage wie folgt:

Wir Ruhr-Menschen, die wir unsere besten Kumpels “Sausack” schimpfen, deren “Fresse” wir wirklich vermisst haben, sind sensibler, als man denkt. (…) Dem Ruhri entspricht am ehesten die englische Übersetzung von Heimweh, homesickness, die Heimatkrankheit also. Schönes Wort, weil es so ambivalent ist. Denn Heimweh, weiß der Ruhrgebietler, funktioniert in beide Richtungen. Er kennt sozusagen eine Art Heimweh rückwärts. (…) Im Pott würde man das darin vermittelte Gefühl wohl mit “Überall is scheißer als zuhause” übersetzen.

Dieses Heimweh veranlasst die beiden Autoren – sie erzählen übrigens jeweils fast 20 Jahre “getrennt”, der eine in den 70er/80er aufgewachsen, der andere in den 90ern – gedanklich zurückzureisen und ihre Erinnerungen und Erlebnisse in lebendige und bildhafte Worte zu gießen. Nebenbei erfährt der Leser auch noch wissenswerte Geschichts- und Kulturfakten, die das “warum is dat so?”

Wie gesagt, man darf keine kulturanthropologische Abhandlung erwarten, das Buch ist solide Unterhaltung mit dem angenehmen Abfallprodukt “kultureller Bildung”. Also einmal “Mäuschen spielen” für all die, die das Ruhrgebiet nie erfahren haben und einmal “Mensch, genau so waa dat!” für all diejenigen, die das Ruhrgebiet hautnah erfahren mussten/durften.

Ich bin sehr froh, dass ich das Buch von Konrad Lischka gewonnen habe, denn sonst hätte ich es mir wahrscheinlich nicht einfach so gekauft. Aber nun empfehle ich es allen, die irgendwie am Ruhrgebiet interessiert sind, und es ist allemal als Weihnachtsgeschenk für Mutta und Vatta, sowie Omma und Oppa in Essen und “Düsbuach” geeignet, denn es erklärt ihnen wie ihre Enkel und Kinder darin gefühlt aufgewachsen sind und vielleicht regt es ja dann in geselliger Weihnachtsrunde auch dazu an, sich etwas mehr über die eigene Herkunft und Kultur auszutauschen, was ich persönlich eigentlich immer sehr spannend finde und allemal interessanter als über Klatsch, Tratsch und Politik bei Tische zu sprechen.

Das Buch könnt ihr gerne hier bestellen (Ein Amazon-Partner-Link, lässt Nischenkultur bei Kauf ein paar Cent zukommen): Dat schönste am Wein is dat Pilsken danach

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